Was ist RFID
RFID ist eine Technologie zur eindeutigen und automatischen Identifikation, die auf elektromagnetischen Wellen basiert, welche sich in der Luft ausbreiten und die Identifikation von Lebewesen und Objekten – sowohl in Bewegung als auch im Stillstand – aus der Ferne ermöglichen.
Die tatsächliche Bedeutung der Buchstaben „RFID“ entspricht dem englischen Akronym Radio Frequency Identification.
In der Praxis dient RFID dazu, jedes beliebige Produkt zu identifizieren, indem ihm eine eindeutige elektronische Identität zugewiesen wird.
Auf diese Weise fungiert RFID als Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt: Durch die Vergabe einer eindeutigen Identität an ein Objekt oder ein Lebewesen wird die Vernetzung zwischen Objekten, Personen und verschiedenen Dienstleistungen ermöglicht – praktisch also das Internet der Dinge (IoT).

TAG: Was ist das? – RFID-Etiketten
Ein RFID-Etikett ist ein einfaches Etikett zur automatischen Identifikation, das mit einem Mikrochip und einer Antenne ausgestattet ist.
Dieses Etikett (TAG) hat die Aufgabe, Daten zu speichern und zu übertragen, ohne dass ein physischer Kontakt erforderlich ist.
Darüber hinaus ermöglicht es die eindeutige Nachverfolgung jedes einzelnen Produkts, da jeder RFID-TAG einzigartig und nicht reproduzierbar ist.

Die Grundbestandteile eines RFID-Etiketts sind:
- Mikrochip
- Diese Komponente enthält die spezifischen Daten des Etiketts.
- Sie kann Informationen wie eindeutige Codes, Produktbewegungen, Produktionsdaten und den Lagerort speichern.
- Antenne
- Die Antenne ermöglicht die drahtlose Kommunikation zwischen dem RFID-TAG und dem Lesegerät, indem sie die Funkwellen empfängt und sendet.
- Trägermaterial
- In der Regel handelt es sich um ein selbstklebendes Etikett aus Papier oder Kunststoff.
Typologie der TAGs
Passive TAGs
- Semi-passive TAGs
- Kurze Lesedistanz
- Keine Möglichkeit zur Integration zusätzlicher Sensoren
NIEDRIGE KOSTEN
Semi-passive TAGs
- Werden durch eine eigene Energiequelle beim „Aufwachen“ unterstützt
- Große Lesedistanz
- Können zusätzliche Sensoren integrieren
MITTLERE KOSTEN
Aktive TAGs
- Haben eine eigene Energieversorgung
- Große Lesedistanz
- Können zusätzliche Sensoren
integrieren
HOHE KOSTEN
Ist RFID dasselbe wie NFC?

Die Antwort ist NEIN!
NFC ist eine Teilmenge der RFID-Technologie und im Vergleich zu RFID eingeschränkt.
NFC funktioniert nur bis zu einer maximalen Entfernung von 10 cm.
Über diese Distanz hinaus ist NFC nicht in der Lage, mit dem Lesegerät zu kommunizieren.
NFC ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Lesegerät und dem NFC-TAG.
Funktionsweise des passiven RFID

Die Identifikation erfolgt über eine Antenne, die einen Chip (genannt Tag oder Transponder) ausliest, der auf dem zu identifizierenden Objekt, der Person oder dem Fahrzeug angebracht ist.
Der Tag enthält eine bestimmte Menge an Informationen über das Objekt, auf dem er angebracht ist (z. B. Code, Herstellungsdatum, Hersteller). Diese Informationen können statisch sein oder sich im Laufe der Zeit ändern.
Der Tag benötigt keine eigene Stromversorgung. Wenn er vom Magnetfeld der Antenne „beleuchtet“ wird, kann der Tag die geringe benötigte Energie aufnehmen, um die enthaltenen Informationen über kurze Distanz zu übertragen. Diese Art von Tag wird als passiv bezeichnet.
Wenn der Tag in das Wirkungsfeld eines Readers (von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern) gelangt, wird er durch das vom Reader erzeugte elektromagnetische Feld „aufgeweckt“ und antwortet, indem er das Signal moduliert reflektiert.
Dieses modulierte Antwortsignal wird vom Reader empfangen und decodiert.
Passive Tags sind die häufigste Art von RFID-Tags auf dem Markt, hauptsächlich aufgrund ihres niedrigen Preises, der ihren Einsatz in zahlreichen Anwendungen ermöglicht.
Aktives RFID – Funktionsweise
Ein Beispiel für die Anwendung eines aktiven RFID-Transponders ist der Telepass.
Wenn eine Übertragung über große Entfernungen erforderlich ist, wird mehr Energie benötigt, und der Tag muss von einer Stromquelle, z. B. einer Batterie, gespeist werden. In diesem Fall spricht man von einem aktiven Tag.
Die Anwendungsbereiche der RFID-Technologie sind sehr vielfältig.
Tags werden zunehmend in der Industrieproduktion, Logistik, Textil- und Bekleidungsbranche, aber auch im Gesundheitswesen, in öffentlichen Verwaltungen, bei der Zugangskontrolle und vielen weiteren Bereichen eingesetzt.

Welche Frequenzen werden bei RFID verwendet?
RFID-Systeme nutzen verschiedene Frequenzen, die folgendermaßen eingeteilt werden:
– Niedrige Frequenzen (LF): 125–134 kHz
– Hohe Frequenzen (HF): ca. 13 MHz
– Ultrahohe Frequenzen (UHF): 860–960 MHz
– Mikrowellen: über 2,45 GHz

Im Allgemeinen gilt: Mit steigender Frequenz nehmen die Lesedistanz und die Datenübertragungsrate zu, während die Widerstandsfähigkeit gegenüber Betriebsbedingungen und die Kosten abnehmen.
LF-Tags: Benötigen wenig Energie Können nichtmetallische Materialien und Flüssigkeiten durchdringen Lesereichweite: ca. 30–40 cm
HF-Tags: Funktionieren besser mit metallischen Objekten Lesereichweite: ca. 1 Meter
UHF-Tags: Bieten größere Lesereichweiten Schnelle Datenübertragung Materialdurchdringung ist eingeschränkt
2,45-GHz-Tags: Werden z. B. in Telepass-Systemen und ähnlichen Anwendungen eingesetzt.






